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Beschreibung etlicher Holzwerkstoffe
Holzwerkstoffe - worum geht es und was sind sie eigentlich ? Das sind zB: Bretter oder Platten, die künstlich hergestellt werden. Also es handelt sich um Holz, das nicht mehr rein natürlicher Beschaffenheit ist, so wie es eigentlich wächst. Zu den Holzwerkstoffen zählen zB: Sperrholz, OSB, MSB, Spanplatte, HDF, MDF usw. zu denen Ihr auf dieser Seite nun einige Informationen finden werdet [Dank an Ozzy von hamsterforum.de]
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Was ist Sperrholz ?
Unter dem Sammelbegriff Sperrholz werden alle Platten aus mindestens drei aufeinandergeleimten Holzlagen bezeichnet, deren Faserrichtungen um 90° gegeneinander versetzt sind. Durch das Absprerren der einzelnen Lagen zueinander wird das Quellen und Schwinden beonders in Plattenebene minimiert und die richtungsgebunden Festigkeitseigenschaften des massiven Holzes homogenisiert.
Furniersperrholz:
Die Platte besteht ausschließlich aus Furnierlagen. Die Furniere werden miteinader verleimt. Es ist immer eine ungerade anzahl an furnieren, zB: 3 oder 5 oder 7. Je nach dem wie die Faserrichtung ist, ergeben sich verschiedene einsatzbereie für die platte = die festigkeit variiert. Wenn Sperrholzplatten dicker sind als 12 mm und midestens 5 Lagen haben werden sie auch als Multiplex-Platten bezeichnet. Wenn die Lagen aus unterschiedlichen Holzarten bestehen, so kann man die Platte auch Kombisperrholz nennen.
Stab-, Stäbchensperrholz und Tischlerplatte:
Beim Stabsperrholz [auch Tischlerplatte genannt] besteht die Mittellage aus etwa 24 mm breiten gesägten Vollholzleisten [Stäbe]. Beim Stäbchensperrholz besteht die Mittelage aus etwa 5 - 8 mm dicken aber hochkantgestellen Schäfurniersteifen [Stäbchen]. Auf der Unter- und OberSeite dieser Platten findet sich in aller Regel eine Absperr- und eine DeckFurnier. Diese Furniere sorgen für eine schöne glatte Oberfläche.
Herstellung: Getrocknete Furniere bzw. Lagen werden beleimt, kreuzweise zusammengelegt und gepresst. In der Presse wird die Platte auch mit Wärme behandelt, wodurch der Leim schneller aushärtet. Des weiteren gibt es unzählige Spezialverfahren in denen spezielle Sperrholzplatten hergestellt werden [zB: beschussichere Platten, wärmedämmende Platte usw.]
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Was sind Spanplatten ?
Um Spanplatten herzustellen werden unteschiedlich große Späne und oder andere holzartige Faserstoffe zu Platten verpresst [mit Leim, in hydraulischen Pressen]. Spanplatten haben ein ähnliches Quell- und Schwindverhalten wie Vollholz, jedoch ist die Festigkeit sehr viel geringer.
Je nach gewünschtem Einsatzort ist der Aufbau von Spanplatten unterschiedlich. Spanplatten, die zB: für den Möbelbau hergestellt werden, haben im Inneren grobe Späne und im äußeren Teil eher feine Späne. Bauspanplatten haben keine Aussenschicht aus feinen Spänen, sie bestehen nur aus größeren Spänen.
Bitte die groben Späne dieser Platten nicht mit OSB Platten verwechseln - Infos zu den OSB Platten siehe unten. Je nach Einsatzort sind Spanplatten auch mit Zement [Brandschutz] oder mit Fungiziden [Pilzschutz] erhältlich. Spanplatten bekommt man roh oder mit einer Kunststoffbeschichtung, im Möbelbau auch mit Echtholzfurnier.
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Was ist OSB ?
OSB bedeuted Orientated Strand Board = Ausgerichtete Span Platte. Der Aufbau ähnelt der "normalen" Spanplatte, siehe dazu oben. Allerdings bestehen OSB Platten nur aus sehr großen Spänen [größer als die groben Späne der Bauspanplatte]. Die OSB Platte besteht ebenfalls wie die Spanplatte aus mehreren Schichten. Jedoch liegen hier die Späne nicht wie in der Spanplatte kreuz und quer, sie sind je nach Lage in eine bestimmte Richtung ausgerichtet. Ansonsten ist die Produktion mit der der Spanplatten identisch.
OSB Platten weisen jedoch eine viel höhere Festigkeit auf als Spanplatten! OSB wird vom Normalverbraucher auch oft als Grobspanplatte bezeichnet.
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Was ist MSB ?
MSB steht für Micro Strand Board, sie sind mit OSB Platten identisch, die einzige Abweichung ist, dass die Späne wirklich klein [micro] sind. MSB Platten sind widerum ein vielfaches fester als OSB Platten.
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Was sind Faserplatten ?
Auch der Begriff Faserplatte ist nur ein Sammelbegriff.
Siebdruckplatten:
Siebdruckplatten sind nichts anders als Hart-Faserplatten. Für die Herstellung werden Holzfasern mit einander verpresst. Siebdruckplatten sind nur einseitig glatt und weisen auf der anderen plattenseite die so genannte Siebstrucktur auf. Teilweise werden Siebdruckplatten auch nachvergütet, dabei werden sie extra-hart. I. d. R. sind Siebdruck-Platten nur in stärken von 3 oder 4 oder 8 mm erhältlich.
MDF:
MDF-Platte steht für Meduim Density Fibreboard = Mittelharte Faserplatte. Diese Platten sind in aller regel in stärken zwischen 6 und 25 mm erhältlich. MDF-Platten finden oft im Kern von Paneele verwendung. Diese Platte ist (meiner Meinung) nach viel besser als Spanplatte und Co. da hier Schrauben und Nägel wirklich drin halten ohne das etwas ausfranst. Desweiteren kann man MDF-Platten auch exakt profilieren. Im Gegensatz zu Spanplatten bestehen MDF Platten aus sehr feinen Holzsteilchen... diese Teilchen sind schon fast als Holzstaub zu bezeichnen. MDF Platten können in aller Regel direkt lackiert werden, sind aber auch in beschichteter Form erhältlich.
HDF:
High Density Fibreboard = Hochverdichtete Faserplatte. Eigentlich ist die HDF-Platte das gleiche wie eine MDF-Platte... In der Presse wird nur ein höherer Druck ausgeübt, was diese Platte fester werden lässt. HDF Platten haben ansonsten die gleichen eigenschaften wie die MDF Platte. HDF-Platten finden z.B. in Laminat oder in Furnierböden (Furnierparkett, nicht mit regulärem Parkett zu verwechseln) verwendung.
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