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Bodensicherung
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Hat man sich nun zum Gehegebau entschlossen sollte man sich vor Baubeginn Gedanken zu einer Bodensicherung und dem Bodensubstrat machen.
Wozu brauche ich denn bitteschön eine Bodensicherung?
Haben Eure Lieblinge die Möglichkeit im Garten zu leben, werden sie sicher die Gelegenheit nutzen ihrem Trieb des Buddelns nachzukommen. Denn in der Natur legen sie auch weit verbreitete Gänge und Höhlen an. Wollt Ihr eines Tages nicht ein Kaninchen weniger haben, ist es notwendig das Gehege ausreichend aus- und einbruchssicher zu gestalten, oder
Kurz gesagt: Die Bodensicherung dient einerseits als Durchbuddelschutz für die eigenen Kaninchen anderseits als Massnahme gegen das Eindringen von Raubtieren.
Was ist denn nun die beste Möglichkeit oder empfehlenswert ?
Dank Tina [http://www.fewo-hohenlohe.de] konnten folgende Ratschläge aus der Praxis von Kaninchenhalter[Innen] gesammelt werden:
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Empfehlenswert    
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Betonplatten, Fliesen,... mit/und Erdaushub:
Den Boden ca. 30-40 cm ausheben und eine Art "Wanne" aus Betonplatten legen mit einem geringen Gefälle oder kleinen Fugen, damit das Regenwasser ohne Probleme versickern kann. An den Seiten der Aushebung die Platten einfach aufrecht [senkrecht] stellen und gegebenenfalls befestigen. Die Fugen können mit Bausand ausgefüllt werden, und die Aushebung danach wieder mit Erde zuschütten. Als Alternative können auch andere Materialien wie zum Beispiel Bausand, Rindenmulch usw. beigemengt werden oder einfach eine Kombination aus Allem.
Fundament:
Ein Fundament aus Beton verlangt ein bisschen Know How und erfordet ein gewisses Arbeitspotential. Der Vorteil liegt in der Stabilität und Haltbarkeit dessen. Ist also nur für den endgültigen Standort eines Aussengeheges zu empfehlen. Will man das Gehege einmal abtragen, kann man das Betonfundament entweder zugraben oder mühsam abtragen lassen.
Achtung: Ist das Gehege in der Nähe von Bäumen oder grösseren Sträuchern wird durch die Wurzeln die Arbeit sehr erschwert oder gar unmöglich. Traurige Erfahrungen haben gezeigt, dass bei zu viel Bodenfreiheit [50 cm aufwärts] es bei Höhlenzusammenbrüchen schon zu einigen Todesfällen gekommen ist.
Positiv:
+ Möglichkeit zum Buddeln
+ natürlicher Untergrund
+ absolut ein- und ausbruchsicher
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Negativ:
- eventuelle Staunässe
- möglicherweise Drainage erforderlich
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Betonplatten, Rasengittersteine, Pflastersteine, ... ohne Erdaushub:
Ohne Erdaushub den Gehege-Boden mit entsprechenden Materialien auslegen, eventuell mit etwas Gefälle oder kleinen Fugen zum problemlosen Abrinnen / Durchsickern des Regenwassers. Entsprechende Fugen mit Sand ausfüllen. Auf diese Werkstoffe sollten natürliche Materialien wie Rindenmulch, Bausand oder auch Stroh gebracht werden, da sonst Bodenkälte aufsteigt. Um zu verhindern, dass das aufgebrachte Einstreu heraus fällt, kann man Holzleisten/-latten usw. seitlich anbringen.
Rasengittersteine:
Oberflächlich verlegt haben Rasengittersteine den Vorteil, dass hier schön das Gras und/oder anderes Grünzeug durchwachsen kann. Das bietet, sofern die Kaninchen nicht sofort alles abfressen, für das Auge ein sehr schönes Bild.
Erwähnenswert ist, dass durch die raue Beschaffenheit der Steine die Krallen der Kaninchen schön abgenutzt werden! Achtzugeben sollte man auf die Größe der Öffnung bei Rasengittersteinen, denn ab einem gewissen Durchmesser könnten Tiere wie Mäuse, Mader oder Ratten ins Gehege eindringen!
Positiv:
+ geringer Arbeitsaufwand
+ sicher
+ starke Krallenabnutzung
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Negativ:
- keine Buddelmöglichkeit
- Kälte im Winter
- kein natürlicher Untergrund
- eventuelle Staunässe
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Folgende Lösung ist bei nicht überdachten Gehegen, da das Wasser sehr gut ablaufen kann, sehr ideal:
Draht und Rasengittersteine:
Den Boden ca. 40-50 cm ausheben und einen verzinkten Draht sowohl am Boden als auch seitlich verlegen. Darauf Rasengittersteine anbringen und wieder auffüllen auch mit Materialien wie Rindenmulch, Bausand oder auch Stroh.
Nur einen Draht am Boden zu befestigen [siehe unten] ohne jegliche zusätzliche feste Abdeckung geht zwar sehr schnell und einfach, weist allerdings entsprechende Verletzungsgefahren auf!
Positiv:
+ Möglichkeit zum Buddeln
+ natürlicher Untergrund
+ absolut ein- und ausbruchsicher
+ keine Staunässe
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Bedingt Empfehlenswert  
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"Nur für größere Gehege:"
An den Gehegeseiten einen mindestens 60 cm [aus Sicherheitsgründen am besten noch mehr !] tiefen Graben / Kinette ausheben und einen Volierendraht, Platten usw. senkrecht in den Boden anbringen und am Querbalken des Geheges befestigen.
Bei kleinen Gehegen ist die Gefahr groß, dass die Kaninchen am Rand anfangen zu graben und somit ausbrechen können. Bei großen Gehegen könnte man sie, durch einen aufgeschütteten Hügel in der Mitte, ihre Buddeltätigkeit lenken und das Ausgraben verhindern.
Achtung: Bei dieser Variante immer wieder, von außen und innen die Ränder abgehen und nach Buddellöchern schauen. Desweiteren bitte bei der Anbringung eines Drahtes einen stabilen Volierendraht verwenden [mehr Information zum richtigen Draht findet ihr HIER].
Positiv:
+ Auch für sehr große Gehege
+ Viele Freiheiten im Buddeln
+ natürlicher Untergrund
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Negativ:
- kein 100%-iger Schutz
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Nicht so Empfehlenswert
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Nur Draht / Volierendraht [=Viereckdraht]:
Diese Praktik birgt bei wilden Buddelaktionen Risiken von Verletzungen wie Krallenabrisse, Wundscheuern der Ballen,...!
Der Draht wird plan [gerade / eben] am Boden verlegt und darf keine Wellen oder wegstehenden Ecken haben. Um das zu verhindern, kann man den Draht mittels eigenen kleinen U-Profilen, die man in den Boden klopft, oder so genannten Styropordübel sowie Dämmdübel [bekommt man alles in jedem Baumarkt oder per Internetshops], befestigen. Somit ist schon ein guter Durchbuddelschutz gegeben, allerdings können die Kaninchen hier nicht wirklich ihrem Grabtrieb nachgehen.
Kurz gesagt: Es ist sehr wichtig, dass der Draht eben verlegt und gut am Boden befestigt ist. Wellt er sich auf und ist an manchen Stellen locker, so droht Verletzungsgefahr für die Kaninchen. Ausserdem ist dann kein Schutz mehr gewährleistet.
Achtung: Bitte nur verzinkten Draht nehmen, da dieser nicht so schnell rostet! Wird der handeslübliche mit grünen Kunststoff ummantelte Draht irgendwie verletzt und der darunter liegende Draht kommt dann frei kann dieser, sofern er nicht verzinkt ist, leicht zum Rosten beginnen.
Positiv:
+ relativ einfach
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Negativ:
- entsprechende Verletzungsgefahr
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Der besondere Tipp für alle Gehegeboden ohne Buddelmöglichkeit |
Man kann einen großen Mörtelkübel oder ein Regenfass (mit ganz kleinen Löchern versehen, damit das Wasser ablaufen kann) eingraben (Oberkante Kübel = Oberkante Pflastersteine), wo sie ihren buddeltrieb ausleben können. Dahinein z.B. Erde oder ein Erd/Strohgemisch geben.
Achtung: Buddelkisten nicht mit Vogelsand befüllen, da in diesem ätherische Öle enthalten sind und Schleimhautreizungen verursachen können. (gleiches gilt übrigens für den "Waldboden" von Vita Kraft) zudem ist gemahlener Muschelkalk enthalten, der sehr viel schärfer als normale Sandpartikel ist und in den Augen oder in der Nase Verletzungen hervorrufen kann
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Spezial:
Bauanleitungen
Bodensicherung
Draht | Zaun
Innenhaltung:
Gefahren
Einrichtung
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Beschäftigung
Tipps zum Planen
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